Hochzeitsgefährt - Stilvolle Ankunft von Braut und Bräutigam

Hochzeitsgefährt - besondere Fahrzeuge zur HochzeitIn erster Linie ist die Auswahl des Hochzeitsgefährts natürlich abhängig vom persönlichen Geschmack des Brautpaars. Daneben spielt natürlich das Budget eine entscheidende Rolle. Zusätzlich muss auch noch die Entfernung zwischen Kirche/Standesamt und dem Ort, wo die Hochzeitsfeier stattfinden soll, berücksichtigt werden. - Bei weiten Strecken dauert eine Fahrt mit Pferdekutsche unter Umständen einfach zu lange. Die Braut sollte außerdem daran denken, dass sie mit ihrem Brautkleid in das Gefährt einsteigen muss. Bei einem ausladenden Kleid mit Reifrock kann ein schnittiger, kleiner Zweisitzer als Hochzeitsauto in diesem Zusammenhang eher ungeeignet sein.

Zu den typischen Hochzeitsgefährten gehören Oldtimer, Sportwagen, Cabrios, Stretch-Limousinen und die bereits angesprochenen Pferdekutschen, die besonders von Romantikern und Pferdefreunden gerne gewählt werden. Außergewöhnlich und seltener anzutreffende Fahrzeuge für die Hochzeit sind Rikscha, Motorrad mit Beiwagen oder Traktor mit Anhänger. Etliche Autovermieter und Spezialagenturen haben sich auf die Vermietung von Hochzeitsgefährten spezialisiert. Das gewünschte Fahrzeug sollte unbedingt rechtzeitig angemietet werden. Zudem sollte geklärt werden, ob ein Chauffeur im Preis inbegriffen ist, da das Brautpaar traditionell gemeinsam im hinteren Teil des Brautwagens sitzt. Bei einem Zweisitzer übernimmt selbstverständlich der Bräutigam das Steuer.
Zahlreiche Infos und Angebote mit verschiedenen Schwerpunkten sind im Internet verfügbar. Auf der Internetseite Mietwagenmarkt.de finden Sie z.B. zahlreiche Angebote aus dem Bereich: Brautauto mieten.

Im Zusammenhang mit dem Hochzeitsgefährt muss auch an die Bestellung des Autoschmucks gedacht werden. Die meisten Floristen verleihen dafür spezielle Halterungen für PKW mit denen die Gestecke sicher auf der Motorhaube angebracht werden können. Mit einem festlich geschmückten Brautauto sollte dennoch nicht schneller als 50km/h gefahren werden und das Blumenarrangement darf dem Fahrer selbstverständlich nicht die Sicht versperren.

Saarländischer Brauch

In den Bergbaugebieten des Saarlandes war es früher üblich, dass der Bräutigam seine frisch angetraute Ehefrau in einem geschmückten Hand-Leiterwagen von der Kirche bis zum Gasthaus zieht.

Dieser Brauch hatte sich aus der Armut der Bergmänner heraus entwickelt, die oft nicht genügend Geld für eine Kutsche hatten, ihren Bräuten aber dennoch am Hochzeitstag etwas Besonderes bieten und diese nicht zu Fuß gehen lassen wollten.

Hochzeitszug

Wenn der Weg bis zur Kirche nicht zu weit ist, kann man sich auch dazu entschließen, diese Strecke zu Fuß zurückzulegen und einen traditionellen Hochzeitszug planen. Früher war der Hochzeitszug üblich und es gab feste Regeln, wer an welcher Stelle zu gehen hatte. Heute hat man dabei freie Hand.

Beim Hochzeitszug können beispielsweise blumenstreuende Kinder vorneweggehen, dann das Brautpaar - evtl. mit Brautjungfern und Brautführer, anschließend Eltern, Geschwister, Paten und danach die restliche Verwandtschaft. Gäste, die nicht zur anschließenden Hochzeitsfeier geladen sind, nehmen in der Regel nicht am Hochzeitszug teil, sondern begeben sich direkt in die Kirche.