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Hochzeitstorte Bei den Hochzeitstorten hat man heutzutage die Qual der Wahl. Es gibt außergewöhnliche Motto- oder Thementorten, die die gemeinsamen Interessen des Brautpaares widerspiegeln genauso wie diverse mehrstöckige Varianten klassischer Tortenrezepturen. Üblicherweise bestehen diese mehrstöckigen Hochzeitstorten aus drei bis fünf Etagen, die überaus kunstvoll und geschickt verziert werden. Auf dem oberen Kuchen wird meist ein kleines Brautpaar oder ein Taubenpärchen platziert, um die Gesamtwirkung perfekt abzurunden. Bei den Tortenfiguren gibt es neben den klassischen Varianten mittlerweile auch eine große Auswahl an humorvoll gestalteten Pärchen und auch die Anfertigung individueller Figuren ist möglich. Im Falle einer Hochzeitstorte mit fünf Etagen gibt es eine besondere symbolische Bedeutung für jede einzelne Torte. Sie stehen für Geburt, Kommunion/Konfirmation, Hochzeit, Kinderreichtum und Tod. Es ist Tradition, dass das Brautpaar die Hochzeitstorte gemeinsam anschneidet. Dabei wird manchmal sehr genau darauf geachtet, welcher der Brautleute dabei die Hand oben hat, weil daraus abgeleitet wird, dass dieser Partner auch in der Ehe das Sagen haben wird. Wenn sich das Brautpaar nach dem Anschnitt noch gegenseitig mit dem Kuchen füttert, so soll dieses nach altem Glauben für das künftige Eheglück zuträglich sein.
Teilweise werden eine gebrannte und eine ungebrannte Kaffeebohne mit in den Hochzeitskuchen eingebacken. Diese Orakelbohnen sollen Aufschluss darüber geben, wer sich als nächstes verlobt (Finder der gebrannten Bohne) und wer ledig bleibt (Finder der ungebrannten Bohne). |
Entstehung der mehrstöckigen Hochzeitstorte Die Erstellung der ersten mehrstöckigen Hochzeitstorte wird einem Bäckergesellen aus London zugeschrieben, der sich in die Tochter seines Meisters verliebt hatte und diese heiraten wollte. Um ihr seine Liebe zu zeigen, entschloss er sich dazu eine ganz besondere Torte für sie zu backen. Als Vorbild diente ihm die St.-Bridge´s-Kirche - genauergenommen die Türme der Kirche. Auf diese Weise kreierte er eine meterhohe Torte, die ein genaues Abbild des fünfstufigen Kirchturms darstellte. Die Kunde von diesem einzigartigen Backwerk verbreitete sich rasch und so kam es, dass das Modell der mehrstöckigen Torte zum Vorbild für viele Hochzeitstorten wurde. |
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Hochzeitskuchen bei den Römern Auch bei den Römern gab es bereits die Tradition des Hochzeitskuchens, der bei keiner Trauzeremonie fehlen durfte. Vor gut zweitausend Jahren wurde der Kuchen dabei allerdings nicht nur gegessen, sondern auch der Braut über dem Kopf zerbröselt. Auf diese Weise wurde ein Fruchtbarkeitsritus zelebriert, da das im Hochzeitskuchen enthaltene Mehl der Getreidegötting Ceres geweiht war und als Symbol für Fruchtbarkeit stand. So sollte dem Brautpaar ein Kinderreichtum beschert sein. |
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